
Die römisch-katholische Kirche kennt seit dem II. Vatikanischen Konzil zu Beginn der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts nur noch fünf liturgische Farben. Diese gelten für die Gewänder von Priestern und Ministranten.
Weiß gilt als die Farbe des Lichtes.
Es wird ausschließlich zu Hochfesten wie Weihnachten und Ostern mit deren anschließenden Festzeiten, zu Herrenfesten wie Fronleichnam und Christkönig, sowie zu Marienfesten und anderen Nicht-Märtyrerfesten getragen.
Rot gilt als die Farbe des Blutes, Feuers und Sinnbild des Heiligen Geistes.
Es wird Pfingsten und während der Firmung als Farbe des Heiligen Geistes, am Palmsonntag und Karfreitag sowie zu Märtyrerfesten als Farbe des Opfer- bzw. Märtyrertodes getragen.
Grün gilt als die Farbe des organischen Wachstums und der Hoffnung.
Es ist die liturgische "Alltagsfarbe" und wird zu allen gewöhnlichen Sonn- und Werktagen des Kirchenjahres getragen. Es drückt aus, dass der Alltag des Christen von Hoffnung durchdrungen sein soll.
Violett gilt als die Farbe für den Übergang und die Verwandlung.
Es wird in den Bußzeiten vor Ostern (Fastenzeit) und vor Weihnachten (Advent) getragen, sowie meist bei Begräbnissen und am Fest Allerseelen. Es kann, seit der Liturgiereform, die Farbe Schwarz ersetzen.
Schwarz gilt als die Farbe der Trauer.
Seit der Liturgiereform ist es vorgesehen für Begräbnisse und Allerseelen. Oft wird das Schwarz aber durch Violett ersetzt. Für den Karfreitag ist es durch die Farbe Rot ersetzt.
Gold und Silber
sind eine besonders festliche Form der weißen Farbe.
Rosa
gilt als Aufhellung der violetten Farbe. Zugelassen ist sie nur zu den Sonntagen Gaudete (3. Adventssonntag) und Laetare (4. Fastensonntag). Dabei soll sie den freudigen Charakter der Mitten der Fasten- und Adventszeit hervorheben.
Blau
als die Farbe der Reinheit, galt früher für Marien- und örtlich auch für Bekennerfeste (Bekenner sind Glaubenszeugen, die keine Märtyrer waren, wie etwa der Hl. Martin). Sie wurde im liturgischen Gebrauch durch Weiß ersetzt.
(Matth. 16, 18 - 19)
18 Ich (Jesus Anm. d. Red.) aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.
Gold und Silber sind also die Farben der Himmelsschlüssel Petri.
Gold (Gelb) versinnbildlicht dabei die Macht anzuhalten - zu binden.
Silber (Weiß) andererseits symbolisiert die Macht zu entlassen - zu öffnen.
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